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Heroes today, Legends tomorrow



Horst Hrubesch



Wer erinnert sich nicht an den legendären Sturmtank vom HSV?
Horst Hrubesch wurde immer wieder als "Kopfballungeheuer" oder "ungeheuer stark" gepriesen.
Er war einer der ersten Stürmer, die man als "Brecher" bezeichnete: Menschen, die keine Angst vor Schmerzen zu haben schienen und die weder den Schädel noch die Tritte des Gegenspielers fürchteten.
Vielmehr war es bei Hrubesch meistens so, daß seine Gegenspieler spätestens zur Halbzeit ihren Trainer baten, ausgewechselt oder zumindest einem anderen Stürmer zugeteilt zu werden.
Er bildete mit Manfred Kaltz Anfang der 80er Jahre eine furchterregende Tormaschine: Bananenflanke Kaltz, Kopfball Hrubesch - Tor!
Unvergessen seine beiden Tore im EM-Endspiel 1980 gegen Belgien, als er der deutschen Mannschaft von Jupp Derwall den Europameistertitel bescherte. Sein Gegenspieler Eric Gerets, selbst früher ein furchterregender bärtiger Baum von einem Kerl, erklärte nach dem Spiel sogar seinen Rücktritt aus der Nationalelf (was er allerdings kurz darauf wieder zurücknahm).
Im normalen Leben wirkte Hrubesch wie der brave Kumpel von Zeche Zehn, der tüchtig und ohne zu meckern die Kohle wegschippt. Aber er konnte auch anders:
Im Mannschaftsquartier bei der WM 1982 in Spanien bestellten er und Manfred "Bananenflanke" Kaltz nachts um 4 Uhr noch 20 Spiegeleier auf ihr Zimmer, nur um den Koch zu ärgern.
Bei der WM lief es für Horst dann nicht so gut, er konnte nur ein Elfmetertor erzielen, aber dieses war der entscheidende letzte Elfmeter in der "Hitzeschlacht" von Sevilla, dem Halbfinale gegen Frankreich (8-7 n.E.).
Hrubesch war es auch, der bei der Meisterschaftsfeier des HSV 1980, als der Mannschaftsbus mit geöffnetem Dach im Triumphzug durch Hamburgs Straßen fuhr, die niedrig hängenden Straßenlaternen mit seinem Schädel "wegköpfen" wollte, so zumindest berichtete es Felix Magath danach...
Hrubesch war als Trainer weit weniger erfolgreich als als Spieler.
Seine Engagements bei den Klubs, darunter so namhafte Vereine wie Rot-Weiss Oberhausen oder Dynamo Dresden, waren nie von langer Dauer.
Später als DFB-Trainer erlangte er noch einmal kurzzeitig zweifelhafte Berühmtheit als ihm folgender Faux Pas unterlief:
Zitat Hrubesch nach einem verlorenen Spiel der deutschen Elf bei der EM 2000: "Wir müssen die Partie erst noch einmal Paroli laufen lassen, dann sehen wir weiter."
Im Moment arbeitet Horst Hrubesch als im Trainerstab des DFB, ohne bisher jedoch Erfolge vorweisen zu können.